Nasdaq Minus 6% –  Chip-Aktie versinken im Crash-Hexler – Wann kommt das Anthropic IPO? – Gold und Öl im „Flummi-Modus“ – Midterm-Wahlen in den USA sorgen für Verunsicherung

Liebe Leser,

die Mid-Term-Wahlen haben als politische Börsen die Märkte bewegt. Zunächst kam ein Schwung nach oben und dann folgte ein regelrechtes Massaker. Am Donnerstag rauschte der Nasdaq um 6% nach unten. Rund 3 Billionen US Dollar sind an Marktkapitalisierung verschollen. In Japan rutschte der Tech-lastige Nikkei Index sogar um 8% ab. Wahnsinn! Lediglich der DAX hat sich am Donnerstag mit einem moderaten Minus von weniger als 1% gut geschlagen. Der DAX ist ohnehin ein Wunder in sich selbst. Es wurde in dieser Woche ein neues Allzeichhoch erreicht. BMW hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nochmals gesenkt. Schäffler muss Personal entlassen – aber „Schwamm drüber“. Die Börse spiegelt längst nicht mehr die wirtschaftliche Realität eines Landes / Volkswirtschaft wider. Der Kipp-Punkt im Nasdaq-Index war absehbar. Wie so häufig an der Börse, kennt man den entscheidenden Tag und Auslöser nicht. Vor allem Chip-Aktien hat es durch den „Hexler“ gejagt. Micron, AMD und selbst ARM als führender Chip-Maschinenhersteller schlossen 2-stellig im Minus. ARM hat sogar gute Zahlen veröffentlicht und ist daraufhin trotzdem um 13% bestraft worden. Auch die Big-Player wie Nvidia, Coreweave, Nebius, etc. hat es um jeweils über 8% nach unten gestoßen. Ein wirklich „Roter Donnerstag“. Es ist einfach die alte Börsenregel: lange kann sich die Börse auf dem Hochstand halten und sobald eine Dynamik nach unten ausbricht, dann rasselt der ganze Markt und die Stopp-Loss Positionen werden automatisch ausgelöst.

Ich bemühe mich aktuell Informationen zum geplanten Starttag des Börsengangs von Anthropic zu finden. Entweder bin ich zu doof, oder das IPO ging im Getobe um den Nasdaq Crash medial einfach unter. Nach SpaceX kommt also das nächste Billionen-IPO. Liebe Leser: Wir sprechen hier von Unternehmensbewertungen, welche zum Börsengang knapp die Hälfte des deutschen Brutto-Inlands-Produkt als drittgrößte Volkswirtschaft (Deutschland) an Kapital absaugt. Woher kommt das Kapital? Genau diesen Punkt auf hohem Niveau bespreche ich in der kommenden Premium-Ausgabe vom www.swissmonday.de, die am kommenden Montag erscheint.

WICHTIGER Hinweis: ich habe in dieser Sekunde die Zusage für eine ausführliche Analyse zu Xiaomi bekommen, die im www.swissmonday.de am kommenden Montag veröffentlicht wird. Ich kenne das Ergebnis von diesem Fonds-Manager selbst noch nicht. Schnuppern Sie, falls noch nicht den Premium-Account abonniert, einfach rein.

Der November-Auftakt ist vollkommen außer Kontrolle. Rohstoffmärkte, die sich normalerweise nur sehr lahm bewegen, zeigen Preissprünge wie von Small-Caps. Gold ist zu Wochenbeginn um über 3% unter die 4.000 US Dollar gefallen. Öl krachte am Mittwoch und Donnerstag um über 15% zusammen. Diesen Preisrückgang würde man bei der Unterzeichnung eines globalen Friedensvertrags erwarten. Doch in der Realität ist es sogar das Gegenteil, denn die USA haben den niedrigsten Diesel-Bestand seit 23 Jahren im Lager. Womöglich haben die Zwischenwahlen in den USA die Rohstoff-Handels-Algorhytmen angeschmissen. Ich kann es mir zumindest nicht logisch erklären. Aber für Logik ist Mathematik und nicht die Börse zuständig.

Tja, nach dem Traum eines jeden Finanz-Journalisten während der Berichtssaison, wo man nur noch Futter bekommt und nicht mehr weiß, wie man es verarbeiten kann, kommt danach die Ernüchterung. Genauso geht es mir in diesem Moment und verweise nochmals auf die am Montag erscheinende Premium-Ausgabe vom www.swissmonday.de. Außer einer angekündigten Sonder-Analyse zu Xiaomi von einem befreundeten Fonds-Manager, werfe ich einen Blick auf die anstehenden Veränderungen der E-IDs, Digitales Zentralbankgeld und auf was wir uns ansonsten in den kommenden Monaten einstellen sollten. Eines ist klar: die Welt dreht sich weiter, Veränderungen sind gut und teilweise gefährlich zugleich. Man muss primär den „Raubzug“ der politischen Kaste im Augen behalten, dass man nicht vollkommen in den Scherben der Ausbeutung untergeht. Vor allem in Phasen der teuflischen Kombination von steigender Inflation und wirtschaftlicher Rezession, die auch in den USA kommen wird, nehmen viele Menschen die Angebote sozialistisch geprägter Parteien an. Doch, liebe Leser: im Sozialismus gibt es ausschließlich nur ein Ergebnis: ALLE sind gleich arm.

Wie geht’s an den Börsen weiter?

Obwohl die Berichtssaison ihren Zenit schon übersprungen hat, erreichen uns in der kommenden Woche wichtige Zahlen. Darunter sind die Rohstoff-Unternehmen Barrick Mining und Petrobras. Aus Deutschland kommen Zahlen von Henkel, Infineon, Eon, Allianz, Siemens und Grenke (mit Verweis auf die nächste Ausgabe vom www.swissmonday.de). Softbank, die vor wenigen Wochen nach Marktkapitalisierung noch Japans zweitgrößtes Unternehmen war, gibt auch die Zahlen bekannt. Den wohl bekanntesten Tech-Investor, der bei OpenAI (ChatGPT) der Hauptinvestor ist, hat es in den letzten Tagen hart im Aktienkurs getroffen. Außerdem kommt auch Cisco aus der ehemaligen Garde der Dot.com Bubble – ähnlich wie Softbank – mit den Quartalszahlen. Aus der Tech-Szene sind auch die Zahlen von Nebius wichtig. Auf der volkswirtschaftlichen Ebene gibt es die Inflationszahlen aus den USA, BIP-Zahlen aus Groß Britannien und die Handelsbilanz aus China.

Ein schönes Wochenende und bis bald!

Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur

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